IV. Soziologische Literatur

Rechts­so­zio­lo­gie ist ein sozio­lo­gi­sches und kein juris­ti­sches Fach. Wer sich als Jurist mit der Rechts­so­zio­lo­gie ver­traut machen oder gar in die­sem Fach arbei­ten will, muss daher auch all­ge­mein­so­zio­lo­gi­sche Lite­ra­tur zur Hand zu neh­men. An die­ser Stel­le gebe ich nur eini­ge Hin­wei­se, die für eine Ein­füh­rung in Betracht kom­men. Dazu gehö­ren auch eini­ge umfang­rei­che­re Dar­stel­lun­gen, die nicht zum Durch­le­sen, son­dern zum Nach­schla­gen bestimmt sind. Außer­dem nen­ne ich eini­ge Ori­gi­nal­tex­te, die zu lesen sich lohnt. Sie sind danach aus­ge­wählt, dass sie zur mehr oder weni­ger selbst­ver­ständ­li­chen Wis­sens­ba­sis aller Sozio­lo­gen gehö­ren, aber auch danach, ob sie sich leicht und viel­leicht sogar mit Ver­gnü­gen lesen las­sen. Da es sich um älte­re, teil­wei­se klas­si­sche Tex­te han­delt, deren Bedeu­tung für die Sozio­lo­gie sich dem Leser nicht ohne wei­te­res erschließt, wird teil­wei­se ein Sekun­där­text genannt, der bei der Ein­ord­nung hilft.

Ein­füh­run­gen, unter denen man eine aus­wäh­len soll­te: AG Sozio­lo­gie, Denk­wei­sen und Grund­be­grif­fe der Sozio­lo­gie, 15. Aufl. 2004; Hans Paul Bahr­dt, Schlüs­sel­be­grif­fe der Sozio­lo­gie. Ein­füh­rung mit Lehr­bei­spie­len, 9. Aufl. 2003; Alfred Bel­le­baum, Sozio­lo­gi­sche Grund­be­grif­fe. Eine Ein­füh­rung für sozia­le Beru­fe, 13. Aufl. 2001; Peter L. Berger/Brigitte Ber­ger, Indi­vi­du­um & Co., 1974; Nor­bert Eli­as, Was ist Sozio­lo­gie?, 2. Aufl. 1971; Niko­laus Dimmel/Johann J. Hagen, Struk­tu­ren der Gesell­schaft, Wien 2005; Hans Peter Hen­ecka, Grund­kurs Sozio­lo­gie, 2. Aufl., 1989; Her­mann Korte/Bernhard Schä­fers (Hg.) Ein­füh­rung in Haupt­be­grif­fe der Sozio­lo­gie, 7. Aufl. 2008; Hei­ner Meu­le­mann, Sozio­lo­gie von Anfang an, Eine Ein­füh­rung in The­men, Ergeb­nis­se und Lite­ra­tur, 2. Aufl. 2006; Armin Nas­sehi, Sozio­lo­gie. Zehn ein­füh­ren­de Vor­le­sun­gen, 2008; Bern­hard Schäfers/Johannes Kopp (Hg.), Grund­be­grif­fe der Sozio­lo­gie, 9. Aufl. 2006; Her­bert Wil­lems (Hg.), Lehr(er)buch Sozio­lo­gie. Für die päd­ago­gi­schen und sozio­lo­gi­schen Stu­di­en­gän­ge, 2 Bde, 2008; Gün­ter Wis­we­de, Sozio­lo­gie. Grund­la­gen und Per­spek­ti­ven für den wirt­schafts- und sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Bereich, 3. Aufl. 1998

Zum Nach­schla­gen:

  • Richard Münch, Sozio­lo­gi­sche Theo­rie, Band 1: Grund­le­gung durch die Klas­si­ker, 2008, Band 2: Hand­lungs­theo­rie, 2007; Band 3: Gesell­schafts­theo­rie 2004
  • Rai­ner Schüt­zei­chel (Hg.), Hand­buch der Wis­sens­so­zio­lo­gie und Wis­sens­for­schung, 2007

Zur Lek­tü­re:

  • Ralf Dahrendorf, Homo socio­lo­gi­cus. Ein Ver­such zur Geschich­te, Bedeu­tung und Kri­tik der Kate­go­rie der sozia­len Rol­le, 1958, (16. , bis auf ein neu­es Vor­wort unver­än­der­te Aufl. 2006).
  • Irving Goff­man, Wir alle spie­len Thea­ter [The Pre­sen­ta­ti­on of Self in Ever­y­day Life, 1959], 7. Aufl. 1991. Dazu das Kapi­tel »Erving Goff­man: Tech­ni­ken der Prä­sen­ta­ti­on« von Heinz Abels, Inter­ak­ti­on, Iden­ti­tät, Prä­sen­ta­ti­on, 4. Aufl. 2007, S. 153–195.
  • Robert K. Mer­ton, Sozi­al­struk­tur und Ano­mie, in: ders., Sozio­lo­gi­sche Theo­rie und sozia­le Struk­tur, 1995, S. 127–154. Auch ande­re Auf­sät­ze aus die­sem Sam­mel­band sind lesens­wer­te Klas­si­ker, ins­be­son­de­re die Auf­sät­ze über »Mani­fes­te und laten­te Funk­tio­nen« (S. 17–82) und über »Die self-ful­fil­ling pro­phe­cy« (S. 399–412).
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